Hohenhof mit Museum für Handel und Gewerbe (11.04.2018)

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Hohenhof Hagen – Foto: Marko Siekmann / WP Hagen

Unter sachkundiger Führung ließen sich Mitglieder der DFG Hagen am 11.04.2018 im Hohenhof Hagen über Einzelheiten des von Karl Ernst Osthaus zusammen mit dem Deutschen Werkbund initiierten „Deutschen Museums für Handel und Gewerbe“ (1909 bis 1919) informieren.

Hierbei handelte es sich um ein erstes Design-Museum im modernen Sinn, welches die Reform des traditionellen Kunstgewerbemuseums übernahm.

Zum „Hagener Jugendstil“ :

1906 begründete Karl Ernst Osthaus die Künstlerkolonie Hohenhagen mit dem Ziel, ein „Freiluftmuseum moderner Baukultur“ zu schaffen. Dazu lud er ausgewählte Künstler und Architekten nach Hagen ein, um individuelle Gebäudeentwürfe in die Tat umzusetzen. Osthaus ließ von dem belgischen Künstler Henry van de Velde sein Wohnhaus, den Hohenhof, erbauen, der heute architekturgeschichtlich zu den bedeutendsten Gebäuden Europas kurz nach der Jahrhundertwende zählt und eines der wenigen erhaltenen Beispiele für ein Jugendstil-Gesamtkunstwerk ist.
Die Villa Cuno, erbaut nach einem Entwurf von Peter Behrens, ist bestimmt durch eine klassizistisch-strenge Fassadengestaltung: Kreis-, Quadrat- und Dreieckelemente betonen die Geometrisierung des Gebäudes. Der holländische Architekt J.L.M. Lauweriks schuf basierend auf theosophischem Gedankengut ein Maßsystem, womit er den Vorläufer der Normierung im modernen Hausbau entwickelte. Aufgrund seiner Häuserzeile gilt Hagen unter anderem heute als eine Wiege der modernen Architektur um 1900.

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